Gefühle.

 

 

 

Hier lesen Sie etwas über die Grundlage meiner Arbeit.

Wege aus der emotionalen Abwärtsspirale hin zu mehr Lebensfreude und Glück.

Gestern habe ich ein Zitat gehört: "Das was das Leben so anstrengend macht sind Gedanken, die nicht zu Ende gedacht wurden." Ich weiß nicht einmal von wem es stammt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich mache in der Arbeit mit meinen Klienten immer häufiger die Erfahrung, dass das Belastende unsere Gefühle sind, die nicht zu Ende gefühlt werden. Es handelt sich immer um unangenehme Gefühle. Wut, Angst, Trauer, Hilflosigkeit. Das sind "schlechte Gefühle". Und sie müssen weg. Das ist zumindest unsere Überzeugung. Und genau dies führt zu einer emotionalen Abwärtsspirale. Das Unangenehme wird immer unangenehmer, das Leben macht keinen Spaß, es macht keine Freude. Der Körper produziert Symptome, die wir auch nicht haben wollen: Schwindel, Ausschläge, Allergien, Schmerzen... die Liste mag ich gar nicht fortsetzen.

Ganz ähnlich geht es dem, der die Ölstandsanzeige ausbaut, wenn sie leuchtet anstatt Öl nachzufüllen. Es wird immer unangenehmer. Und immer teurer: Motorschaden! Dabei müßte doch einfach nur Öl nachgefüllt werden.

Und was zeigen unsere Gefühle an? Was fehlt? Es ist einfach nur die Rückmeldung unseres Systems, dass irgendein Bedürfnis nicht erfüllt ist. Die Lösung ist, das Unangenehme zuzulassen. In Kontakt mit dem Gefühl zu kommen und damit in Kontakt mit dem Bedürfnis. Stattdessen drücken wir das Unangenehme weg, projizieren es auf einen anderen, finden einen Schuldigen - und das Bedürfnis hat gar keine Chance, erfüllt zu werden. Wir verhindern selber, dass wir bekommen, was wir brauchen. Warum? Weil wir es nicht anders gelernt haben! Reine Gewohnheit!

Und als begleitender Therapeut liegt die Kunst darin, den anderen darin zu unterstützen, in diesem Moment das Gefühl zuzulassen. Das Unangenehme zuzulassen ist der Schlüssel zum Glück. Das klinkt jetzt, als würde ich dafür plädieren, dass Menschen zu Masochisten (Menschen, die sich gerne selber quälen) werden. Tatsächlich ist derjenige der Masochist, der das Gefühl weghaben will. Dann befinde ich mich in der emotionalen Abwärtsspirale. Lasse ich es zu, weiß ich was ich brauche und kann handeln. Das Unangenehme ist weg. Will ich es weghaben, dann bleibt es da. Und unser Organismus ist sehr erfinderisch, wenn es darum geht, auszudrücken, dass ein Bedürfnis nicht erfüllt ist. Ist die Ölstandsanzeige erstmal weg, taucht schon die nächste auf... bis das Gefühl zu Ende gefühlt wurde. Dann ist Frieden. Und Glück.

Das Leben macht wieder Spaß. Ich kann wieder in Leichtigkeit genießen.

Dieser Ansatz ist die Grundlage für meine Arbeit.